Elimination von pharmazeutischen und chemischen Wirkstoffen

Durch die gezielte Zerstörung von im Abwasser unerwünschten chemischen Verbindungen stellen wir sehr wirtschaftliche Verfahren zur Wirkstoffelimination in Pharmazie und zum Abbau von Zwischenprodukten in der Chemie dar. Bei diesen Verfahren liefern wir verschiedene Behandlungstiefen:
- Abbau der Wirkstoffe unter eine definierte Zielkonzentration. Wirkstoffe werden durch UV-Oxidation bis unter den PNEC abgebaut, oder so wiet, dass der PNEC der Wirkstoffe eingehalten werden kann.
- Abbau der Wirkstoffe durch erweiterte UV-Oxidation bis unter den PNEC und Zerstörung der Nebenprodukte. Die Abwassermatrix wird dabei vollständig entgiftet. Diesen Behandlungstyp setzten wir auch zur Behandlung von Antibiotika ein, umd die Bildung von multiresistenten Keimen zu verhindern.
- erweiterte UV-Oxidation bis zur vollständigen Entgiftung und Herstellen der maximalen Bioverfügbarkeit. Hier Behandlen unsere erweiterten UV-Oxidationsverfahren Abwässer so wie, dass in der Kombination mit einer biologischen Behandlung CSB- Anfangskonzentrationen zwischen 50 ... 100 g/L auf Konzentrationen bis ca. 30 mg/L abgebaut werden. In vielen Fällen erfolgt dann die Direkteinleitung.

  • Antibiotika, wie z.B. Sulfamid, Penicillin, Amoxicillin...
  • Hormone, wie z.B. Cyproteronacetat, Letrozol, Ethinyestradiol, Levonorgestrel, ...
  • Zytostatika, wie z.B. Capecitabin, Vinorelbin, ...
  • komplexe Strukturen, wie Pantopranzol, Urapidil, ...
  • Lösungsvermittler, wie z.B. Triton, Octylphenole, ...

Auf Wunsch kann auch eine noch weitergehende Oxidation mit unseren UV-Anlagen die Organik mitsamt Matrix vollständig mineralisieren.

Veröffentlichung von Anwendungsbeispielen der Abwasserbehandlung der Synthese von API und weiteren Beispielen aus der Oxidation von API.

Link zu unseren Veröffentlichungen

Behandlung von Zytostatika

Die Verbrennung in der wässrigen Phase ist besser als Wasser zu verbrennen!

Zytostatika gehören zu den Wirkstoffem, welche die höchsten Anforderungen an die Elimination stellen. Die Wirkstoffe sind meist hochpotent und dürfen nicht in Kontakt mit dem Bedienpersonal kommen. Die meisten Formulierer verbrennen mit Zytostatika belastete Abwässer. Eine vollständige Zerstörung der Zytostakika ist auch durch die Photo-Oxidation möglich, quasi eine Verbrennung in der wässrigen Phase.

Der große Vorteil der Enviolet UV Oxidation von Zytostatika sind die geringen Betriebskosten. Eine Verbrennung der Wirkstoffe ist im Vergleich um ein vielfaches teurer und gleichzeitig ist die Verbrennung von Wasser kein ökologisch sinnvoller Prozess. Die Foto-Oxidation reduziert die CO2-Emission um fast 99% gegenüber der derzeitigen Standard-Methode.

Eine neue Veröffentlichung zum Thema ist ab Juni 2019 verfügbar.

UV-Oxidation von Hormonen

Nachhaltige Behandlung ohne kontaminierte Teilströme

Hormone können mittels UV-Oxidation sehr effizient eliminiert werden. Eine Vielzahl von Enviolet-UV-Anlagen in der pharmazeutischen Industrie wird zur Elimination von hochpotenten Hormonen eingesetzt.

Der Enviolet-Prozess ist sehr robust und effizient. Damit steht dem Anwender eine wenig arbeitsintensive und extrem kostengünstige Entsorgungsmethode zur Verfügung, die eine kurze Amortisationszeit aufweist.

Ein besonderer Vorteil des Enviolet-Prozesses ist, dass dieser keinerlei Vorbehandlung benötigt und auch kein kontaminierten Nebenströme anfallen, da die UV-Oxidation die hormone in den Abwässern mineralisiert und danach keinerlei Verunreinigung in einer anderen Phase vorliegt.

Veröffentlichung zum Abbau bei Haupt Pharma.

UV-Oxidation von Antibiotika

Elimination von multiresistenten Keimen

Antibiotika sind für die Abwasserbehandlung problematische Verbindungen, da in Ihrer Gegenwart ein Bioabbau nicht oder nur bei geringen Antibiotika-Konzentrationen möglich ist. Da mittlerweile bekannt ist, dass bei der verdünnten Zugabe von Antibiotika in die biologische Abwasserbehandlung multi-resistente Keime entstehen, ist dieser "Behandlungsweg" nicht mehr Stand der Technik. Die erweiterte UV-Oxidation verhindert die Bildung von Multiresistenten Keimen.

Mittels Enviolet-UV-Oxidation wird bei vielen Herstellern von Antibiotika die Entgiftung des Abwassers durchgeführt. Die UV-Oxidation dient dabei meist als Vorbehandlung für die hoch belastete Mutterlauge, die dann später wegen der hohen Salzfracht mit anderen Fabrikabwässern verdünnt in die biologische Nachbehandlung gelangt.

Die UV-Oxidation von Antibiotika sind schöne Beispiele bei der Abwässer mit hohem CSB (50 - 80 g/L) und hohen Salzfrachten (bis 200 g/L) erfolgreich mit der UV-Oxidation entgiftet werden.

Dabei werden neben den Antibiotika auch andere toxische Verbindungen wie Phenole mittels Foto-Oxidation umgesetzt, und gleichzeitig die Bildung multi-resistenter Keime verhindert. Die Abbauprodukte der erweiterten UV-Oxidation sind meist natürliche Verbindungen, wie Essigsäure, Apfelsäure, Malonsäure, und andere organische Fruchtsäuren.